Grüne Woche – Das Paradies ist überall

Bodenpfl ege spannend dargestellt: Miriam Soboll, Landesfachberaterin und Joachim Roemer, Präsident der Gartenfreunde Niedersachsens erläutern Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Schwerstarbeit der Regenwürmer. (Foto: BDG, Thomas Wagner)
Bodenpflege spannend dargestellt: Miriam
Soboll, Landesfachberaterin und Joachim
Roemer, Präsident der Gartenfreunde Niedersachsens erläutern Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Schwerstarbeit der Regenwürmer. (Foto: BDG, Thomas Wagner)

Berliner, Brandenburger und niedersächsische Kleingärtner hauchten der Blumenhalle auf der Internationalen Grünen Woche, die in diesem Jahr insgesamt modern zurückhaltend dekoriert war, floristisch buntes Leben ein. Die Gartenfreunde nahmen zum 500. Jubiläum der Reformation den Ausspruch Martin Luthers „Das Paradies ist überall“ wörtlich und gestalteten vom 20. bis 29. Januar ein Gartenparadies unterm Funkturm.

Natürlich gehörte der Beitrag der Berliner Kleingärtner erneut zu den Highlights der Messe. Zehn Tage lang betreuen die Berliner Laubenpieper das Kleingartenareal im Zentrum der Blumenhalle. Unterstützt wurden sie vom Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde und vom Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde. „Umweltbewusst und natürlich gärtnern“, war das Motto, mit dem sich die Verbände präsentierten. Und das kam an!

Besucher konnten nicht nur Regenwürmer bei ihrer Wühltätigkeit oder beim Schlüpfen aus den Kokons beobachten:

Sie konnten selbst entscheiden, was aus Haushalt und Küche auf den Kompost und in den Hausmüll gehört. Großes Interesse fand die Herstellung von „Paperpots“, Recyclingtöpfe aus Altpapier zur Anzucht von Jungpflanzen. Da Kleingärten zunehmend im Fokus grüner Stadtentwicklungspolitik stehen, schaute Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vorbei und ließ sich von den niedersächsischen Gartenfreunden die Bedeutung von Regenwürmern zur Entstehung eines guten Komposts erläutern.

1926 erstmals als schlichte Warenbörse veranstaltet, vollzog die internationale Ausstellung eine rasante Entwicklung hin zur weltgrößten Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Den Namen erhielt die Grüne Woche bereits zu Beginn ihrer Karriere von Journalisten – nicht etwa, weil Bio bereits in den 30er Jahren ein Trend war, sondern wegen der vielen grünen Lodenmäntel, die die Straßen Berlins zur Agrar- und Jagdmessezeit belebten.

Artikel: Thomas Wagner, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde